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Dunin-Marcinkievič Vincent (Дунін-Марцінкевіч Вінцэнт), geb. 1807 auf dem Gut Paniuškavičy im Bezirk Babrujsk, gest. 1884.

Dunin-Marcinkievič entstammte dem belarussischen Adel. Nach Beendigung der Mittelschule in Babrujsk studierte er von 1824-1827 Medizin, beendete jedoch das Studium nicht. Er arbeitete dann 13 Jahre lang als Beamter, bis er sich 1840 das kleine Landgut Lucynka bei Ivianiec im Bezirk Miensk kaufte. Dort blieb er bis zu seinem Tode, mit Ausnahme eines einjährigen Gefängnisaufenthalts 1864/65 nach der Erhebung von 1863.

Er verfaßte sentimental-didaktische Verserzählungen aus dem Landleben wie "Hapon" (1855), "Viečarnicy" (Abendunterhaltungen, 1855), "Kupalle" (Sommersonnenwende, 1855), "Ščaroŭskija dažynki" (das Erntefest von Ščary, 1857) u.a. Hierin vertrat er den Standpunkt des liberalen Kleinadels und versuchte, das Verhältnis zwischen leibeigenen Bauern und Gutsbesitzern auf moralischethischer Grundlage zu vervollkommnen. In seinem Poem "Hapon" stellt er z.B. einen Bauernburschen dar, der es durch Gehorsam und Unterwürfigkeit sogar zum Offizier bringt; seine Verlobte genießt auf Grund derselben Charaktereigenschaften das volle Vertrauen des Gutshofes. Diese Idylle endet mit der Vermählung der Verliebten unter dem wohlwollenden Vorsitz der Gutsbesitzersgattin.

1846 veröffentlichte er sein Singspiel "Sielskaja idylija" (Ländliche Idylle) - bekannt auch unter dem Titel "Sialanka" (Idylle) -, das 1852 zu Musik von Moniuszko aufgeführt wurde. In der satirischen Komödie "Pinskaja šlachta" (Der Pinsker Adel), geschrieben 1866, schilderte er die Aufgeblasenheit und Streitsucht des Krautadels sowie die Korruption der zaristischen Gerichtsbeamten. Sein Stück "Zaloty" (Liebeswerben, 1870) zeigte das abstoßende Bild eines dörflichen Emporkömmlings. "Pinskaja šlachta" und "Zaloty" wurden erst lange nach seinem Tode 1918 gedruckt.

1859 übersetzte Dunin-Marcinkievič den "Pan Tadeusz" von Adam Mickiewicz ins Belarussische, doch wurde das Manuskript konfisziert. Es erhielten sich nur die ersten beiden Kapitel.

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